• Das erste Mal - Zug fahren in Groß Britannien

     

    Mit dem Zug fahren sollte im Allgemeinen recht einfach sein denkt sich Otto Normalverbraucher. So aber nicht mit den Bahnen des englischen National Express – East Anglia. Die verwenden nämlich ganz lustige Teile. Entweder kleine, nicht wirklich als Zug ernst zu nehmende Coaches, die mehr an einen Bus erinnern als an einen Zug oder kuriose Wunder der Technik. Was auch sehr erstaunlich ist: Da passier noch sehr viel manuell, z.B. dass der Bahnhofswärter zu jedem Zug rennt und die Kelle schwingt oder das die Türverriegelung manuell vom Schaffner freigegeben werden muss.

    Das kurioseste allerdings sind die Türen. Zwischen den Waggons (Coaches) funktionieren die scheinbar per Bewegungsmelder – auf jeden Fall automatisch ohne das man wirklich noch was machen muss. Die Türen zum Ein- und Aussteigen aber sind ein Fall für sich. Bei der ersten Fahrt hätten das kleine Waldkind und sein Begleiter fast die Nacht im Zug verbringen müssen, weil eben diese verflixte Tür sich nicht öffnen wollte. Da war nix mit dem bequemen Öffnen-Knopf den man kennt oder einem Hebel, Griff oder sonstiges.  Nein der Reisende muss das Türfenster öffnen, mit dem Arm beherzt hinausgreifen und die Tür von außen öffnen. Das ist Technik die begeistert. Zum Glück gab es bebilderte Anleitungsschilder sonst würden das Waldkind und der Lieblingsbegleiter heute noch mit dem Zug durch East Anglia tuckern.

    Anleitung zum Türöffnen

  • Das erste Mal - Sauna in Groß Britannien

    Eigentlich gibt es nach dem Kurzurlaub viele erste Male, z.B. in einem richtigen (proper) Pub zu sein, mit der Londoner U-Bahn fahren, englisches Kino und so weiter.
    Aber dieses erste Mal ist in Erinnerung geblieben. Dank des typisch englischen Wetters haben sich die kleine Waldfee und ihr Lieblingsbegleiter für einen Entspannungstag entschieden. Der Stress vom Wochenende und der Arbeit sollte mal vergessen werden und man wollte die Seele baumeln lassen. Also kurz beschlossen, wenn es schon nicht der Strand sein konnte dann eben ein Spa. Sowas zu finden ist nicht leicht. In GB gibt es überall Leisure Centren in denen man dem Frühstücksspeck auf den Hüften zu Leibe rücken kann. Diese Zentren sind mal kleiner mal größer - je nach Stadt und Umgebungslage. Wir waren in Leisure World. Mit einem Eintrittpreis von 9.50 Pfund pro Person musste das Ding ja was zu bieten haben. Für fast 5 Pfund mehr kam man dann auch noch ins angeschlossene Bad rein. Der erste Eindruck war nicht schlecht - auch wenn der Bau des Spas vermutlich mehrere Jahrzehnte schon zurücklag. Und nun gings los:

    Erster Unterschied: Badesachen werden anbehalten. Das ist schon mal sehr ungewohnt und auch unangenehm aber die Briten scheinen doch etwas zurückhaltender zu sein.
    Zweiter Unterschied: Kein Handtuch im Schwitzraum. Die Briten rennen da nämlich locker rein, noch klatschnass vom Pool, legen sich aufs Holz und wenn Sie genug haben gehen Sie wieder. Das kleine Waldkind hat es einmal versucht ohne Handtuch und ist schnell wieder zu altbewährten Gewohnheit zurückgekehrt. Schon allein der Gedanke daran wer alles vorher da so rumlag lässt einen schaudern.
    Dritter Unterschied: Nicht Duschen. Die Briten rennen gerne mal zwischen Pool, Jacuzzi und Saunaraum hin und her. Sich abzuduschen wird dabei meist unterlassen. Das ist nicht sehr hygienisch und wir in Deutschland mit strengser Verachtung bestraft. Auf den Pool hat das Waldkind lieber verzichtet.

    Es gibt keine Aufgussmänner, keine Uhren und auch Badeschlappen stehen nicht auf der Tagesordnung. Die Saunazeit der Briten ist wesentlich kürzer. Im angrenzenden Ruhebereich ist Petting strikt verboten.*

    Alles in allem war der Tag doch sehr entspannt wenn auch das kleine Waldkind öfter mal in Erstaunen versetzt wurde.

    * Das mit dem Petting-Verbot stand in großen Lettern an der Wand - damit Personal und Gäste nicht in eine peinliche beschämende Lage versetzt werden.

  • God save the queen

    Denn die kleine Waldprinzessin kommt. Für 9 Tage auf die Insel - zum beloved Sweetheart. Juchhu endlich mal Urlaub. Heute abend gehts los zum Flieger, mit Zwischenstop beim Carinchen in FFM. Und morgen direkt nach der Landung gehts sofort weiter in den Süden (von England). Auf dem Plan stehen Stonehenge, Cart fahren, Pubs besuchen und noch mehr. In der Woche dann gibts Strawberry market in Cambridge, Kino in Ipswich und alles was das kleine Stowmarket so hergibt. Denn dort arbeite der Liebling der kleinen Waldfee gerade. Und die ist schon ganz hibbelig vor lauter Vorfreude.

    Und wer schon mal ein paar Bilder sehen will - hier kann man schauen. Die sind zwar schon vom letzten Kurzbesuch aber das macht ja nix.

    *freu*

  • Eine Kleinstadt wehrt sich

    Da liest das kleine Waldkind mal nichts ahnend Spiegel Online und stolpert über einen Artikel der sich rund um den Fast-Heimatort und ehemalige Schulstadt des kleinen Waldkindes dreht. Oberthema des Artikels war das zunehmende Vorstoßen von NPDlern in die gesellschaftliche Mitte durch das Eintreten in diverse Vereine z.B. die freiwilligen Feuerwehren. Das kam dem kleinen Waldkind auf einmal bekannt vor, denn vor nicht allzu langer Zeit wurde eben dieses in der kleinen Stadt im Wald auch versucht, dort heftig diskutiert und schließlich erfolgreich abgewendet. Spiegel Online nennt es "Ein Lehrstück, wie man sich mit kluger Taktik gegen Rechtsextreme wehren kann".
    Mitten im Lesen des Artikels tauchten dann auf einmal bekannte Namen auf und es dauerte nicht mehr lange bis sich herausstellte, dass genau über das kleine Städtchen in dem das Waldkind einige Jahre verbracht hat berichtet wurde. Wie geil ist das denn -Schleusingen auf Spiegel Online. Und dazu auch noch mit einem Artikel der das Engagement der Stadt und seiner Einwohner gegen eben diesen Vorstoßversuch hervorhebt und eben als Lehrstück darstellt. Da kommt schon der eine oder andere Funken Lokalpatriotismus auf. Juchhu. Da kann man schon mal stolz drauf sein, dass Zivilcourage wirkt und das Waldstädtchen ein Beispiel dafür ist. Und natürlich auch das es auf Spiegel Online war.

    Hier gehts zum gesamten Artikel

  • Aus Alt mach Neu - Nouvelle Vague

    Nouvelle Vague ist eine Band. Keine schwedische, wie es es ja häufig im musikalischen Herzchen des Waldkindes vorkommt sondern diesmal sind es zwei französische Musiker, die sich zusammengetan haben. Beide kommen nun daher und nehmen sich alte Punk- und Rockklassiker zur Brust und vertonen die neu. Für etwas stimmliche Abwechslung sorgen hierbei verschiedene Sängerinnen, die sich die beiden Herren als Unterstützung an Land gezogen haben.
    Die alten Songs werden neu arrangiert und im Bossa Nova-Stil der 60er Jahre neu vertont. Ähnlich wie die Puppini Sisters - nur machen die alles im Stil der 40er Jahre.

    Nouvelle Vague hat das Waldkind nur durch Zufall entdeckt und ist sehr angetan von den Herren und natürlich auch Damen. Und hier kommt im Vergleich das Entdeckerstück durch das die Band erst aufgefallen ist. Über das Original ist das Waldkind auch erst durch Zufall bei Scrubs gestolpert und hat es sofort ins Herz geschlossen. Schön.

    Nouvelle Vague - Ever fallen in love

    Und hier das Original: The Buzzcocks - Ever fallen in love

  • Reisebüro versus. selber buchen

    Das Waldkind gönnt sich mal einen Kurzurlaub. Sowas darf man auch nach 5 Jahren ohne nennenswerten Reiseaktivitäten - Dienstreisen ausgenommen. Urlaub ist auch eine klassische Make-or-Buy-Entscheidung - vertraut man sich einem Reisebüro an oder sucht man auf eigene Faust im Internet nach dem Reiseziel seiner Wahl. Das Waldkind hat beides gemacht und nun folgendes Fazit gezogen:

    Reiseziele:
    Im Internet gibt es unendlich viele Reiseziele - wie das Herz begehrt: Wald und Berge, Sonne und Strand, Kultur oder Pauschaltourismus alles ist möglich. Auf unzähligen Plattformen gibt es Angebote über Angebote. Gerne schon in Hotel-Flug-Bahn-Kombinationen für die Bequmen oder aber als Puzzlespiel für den Suchfanatiker.
    Im Reisebüro wird abgecheckt: Budget, Zeitraum, gewünschte Aktivitäten.
    Im Fall des Waldkindes waren im Internet viele europäische Ziele drin. Im Reisebüro war der erste Vorschlag der guten Dame: Berlin. Das lassen wir mal so stehen.

    Unterkunft:
    Im Internet gibt es für das Waldkind eigentlich nur eine Plattform für Hotelbuchungen: HRS.Die durchforsten alle freien Hotels der Wahl, bieten Extras bei der Buchung z.B. mit kontinentalem Frühstück wenn andere Hotelplattformen das gleiche Hotel zum gleichen Preis ohne Frühstück anbieten. Alles ist fantastisch übersichtlich, transparent mit vielen Bewertungskriterien und auch die ein oder andere Vorliebe kann als Auswahlkriterium fungieren. Und noch ein Vorteil: die garantierte Buchung. Hier wird einem das Hotelzimmer auch nach Ende des Anreisezeitraumes freigehalten - eine verspätete Anreise ist problemlos möglich. Auch kann man bis zum letzten Tag kostenfrei stornieren. Sehr schön.
    Im Reisebüro hat sich die Frau durch ihre Buchungssoftware geklickt. Ein sehr ungewohnter Anblick, wenn man wunderschöne Webanwendungssachen gewohnt ist. Aber auch hier war alles drin. Auswahlmöglichkeiten wie gehabt inklusive Besucherbewertungen.

    Anreise:
    Wer kein Kombinationsangebot im Internet bucht muss sich auf die Suche begeben. Und diese Suche nach der günstigsten, zeitlich optimalsten Anreisegelegenheit kann sehr zeit- und irgendwann auch nervraubend sein. Gerne möchte man den Flug für ganz wenig Geld buchen auf der anderen Seite aber auch nicht mitten in der Nacht in einem fremden Land in der Pampa ankommen.
    Im Reisebüro hatte die gute Dame gleich die Vorschläge parat wie man am besten, aber nicht am günstigsten an das gewünschte Ziel kommt. Hier kann und muss man nur auf den Vorschlag der Software vertrauen.

    Fazit:
    Der Besuch im Reisebüro war eine Erfahrung wert und bestätigt das Waldkind, dass man nicht unbedingt dahin muss. Vor allem nicht wenn man nur nach Berlin will. Preislich liegt der nun tatsächlich ausschließlich über das Internet gebuchte Kurztrip weit unter den Preisvorstellungen des Reisebüros - bei der Anreise sind es nur wenige Euro, bei der Unterkunft sind es allerdings fast 100 Euro. Zusätzlich wurde ein Hotel gebucht, dass sich nicht in den Listen des Reisebüros befand, den Vorschlägen der Buchungssoftware aber in nichts nachsteht.
    Das Reisebüro ist lustig aber kein Muss mehr für Reisewillige. Aber das weiß eigentlich jeder internetaffine Mensch.

    Auf jeden Fall wird das ein Spass - das Waldkind freut sich, denn bald geht es los. Mal sehen wie der Reisebericht ausfällt.

  • Räder machts

    Das Geschenk einer ganz lieben Freundin hat das kleine Waldkind auf dieses wunderbare Unternehmen Räder aufmerksam gemacht. Räder macht Design. Räder macht Emotionen. Räder macht Poesie. Räder macht Ideen. Es gibt so viel, das Räder noch macht aber alles in allem macht Räder tolle Dinge.
    Räder macht Lieblingsstücke zum fest ins Herz einschließen. Kleine Gegenstände, die Erinnerungen auslösen, Mut machen und ein seeliges Lächeln auf die Lippen zaubern oder ganz einfach dem trauten Heim ein ganz besonderes Ambiente bescheren.
    Kleine Designprodukte mit Liebe zum Detail, handmade und aus allerlei natürlich tollen Materialien, deren Kombination etwas ganz Besonderes entstehen lassen.  Neckische Accessoires und fantastische Blickfänger finden sich hier in Hülle und Fülle.
    Räder ist eine echte Empfehlung für alle leidenschaftlichen Schenker und Menschen, die sich gerne beschenken lassen, für Menschen mit Sinn für Poesie und dem untrüglichen Gespür für kostbare Besonderheiten.

    Räder macht auch Internet

  • Germanys next Topmodel

    Ganz klar - das massenmedientaugliche Menschenvorführ äh Castingshowkonzept geht auch am kleinen Waldkind nicht vorbei. Da lassen sich mal locker fast 1500 willige Mädels erst einen Laufsteg entlang scheuchen, um dann entweder ein GO oder NO zu hören. Ein GO heißt soviel wie: Los Mädel, lauf nochmal. Erst wenn auch der zweite Run erfolgreich absolviert ist, darf die Heidi-Anhängerin zum Bikini-Walk. Denn der offenbart laut Jurymitglied Rolf die Wahrheit.
    Naja - das Prozedere ist ja bereits allgemein bekannt. Blickt man aber zurück auf die letzten Staffel, so bekommt man den Eindruck, dass irgend ein Haken an der Sache mit dem Topmodel ist. Fast alle Gewinnerinnen machen mit Anzeigenshootings und Werbekampagnen auf sich aufmerksam - was vermisst wird ist allerdings die Präsenz auf den großen Bühnen bzw. Fashion Shows dieser Welt. Die werden von anderen Topmodels betreten. Denkt man genauer drüber nach, so kennt man die Modelmutti Heidi auch nur von den Victoria Secrets Auftritten. Ansonsten sucht man bei Fashion Shows ihren Namen vergeblich - wenn man nicht im Publikum sucht. Zur Erinnerung Heidi ist kein Laufstegmodel - sie ist eine Rampensau und Werbeikone. Vielleicht sollte die Show dann besser Germanys next Anzeigengesicht oder so ähnlich heißen.

    Auf jeden Fall kann so mancher geneigte Zuschauer - das kleine Waldkind also - die eine oder andere Entscheidung der Jury nicht ganz nachvollziehen. Geschmäcker sind eben verschieden aber so manches Nachwuchsmodel ruft eben eher doch Fremdschämeffekte als Zustimmung hervor.

    Lustig ist auch die Jury - die machen ein riesen Buhhei um die ganze Modelwelt, wirken als hätte jeder einen 2m-Stock verschluckt und sind sich selbst keiner Peinlichlichkeit zu schade. Irgendwie muss Peyman immer für Anzüglichkeiten herhalten - das gibt einem zu denken. Auf jeden Fall denken die sich immer lustige Impro-Challenges aus, wie Sambatanzen oder Peyman anmachen (ist das ein sicherer Weg sich von Runde zu Runde zu baggern?). Oder sie verlangen von einem 17-jährigen Teenie, dass sie nach einem Autounfall ins Taxi steigt, um die Chance ihres Lebens nicht zu verpassen. Das war nicht lustig und wurde vom Waldkind mit Entsetzen und Unverständnis wahrgenommen. Ich würde ja gerne mal wissen ob Heidi das auch machen würde. Ich wette nicht.

    Der Hammer aber waren die Werbepausen: Das kleine Waldkind hat das mal beobachtet. Die 120 Minuten wurden wenigstens 5 wahrscheinlich aber 6 mal unterbrochen (sorry irgendwann wars langweilig). Jede Pause dauerte mindesten 8 Minuten die längste 11. Von den 120 Minuten Sendezeit waren also ca. 50 Minuten ausschließlich für Werbung vorgesehen oder in Worten: FAST DIE HÄLFTE. Schlimm oder.

    Das wars zur Topmodelwelt - schaltet auch nächste Woche wieder ein. Das Waldkind machts bestimmt.

  • Schatz halts Maul - Sven van Thom

    Ein einprägsamer Titel der das neue Werk des sympathischen Berliners mit dem Buddy-Holly-esquen Brillengestell auf der Nase. Das Frauen aber auch immer sooooo unglaublich viel reden müssen. Da müssen klare Ansagen her - eben Schatz halts Maul. Untermalt mit leichten Gitarrenklängen bekommt der Song mit der deutlichen Ansage einen scheinbar weniger ernsthaften aber trotzdem vorwurfsvollen Ausdruck. Sehr lustig. Der Herr van Thom hat Potential der nächste Liebling des Waldkindes zu werden.

    Dem einen oder anderen ist der Gitarrenkünstler schon aufgefallen wahrscheinlich hauptsächlich durch einen Promotrailer eines größeren Privatsenders. Hier kam die liebliche Ballades "Trauriges Mädchen" zum Einsatz - ein schöner zarter Ohrwurm, der immer wieder durch die medialen Auswüchse des Senders tingelte - so zum Beispiel zeigte der Herr van Thom nebst wunderhübscher Begleiterin den angehenden Popstars wie man eine gute Gesangsdarbietung hinlegt.
    Spätestens seit er beim letzten Bundesvision Songcontest lautstarkt propagierte, dass er nun Berlin gekauft habe und es sofort auf den Trendnamen Jaqueline getauft hat, sollte er einem größeren Publikum ein Begriff sein.

    Sven van Thom - ein lustiger Geselle mit schönen Liedern, hübschen Texten und klaren Ansagen. Bitte weitersagen.

    Und hier einige akkustische Hörbeispiele - gefunden auf Youtube:

    Sein Debut "Trauriges Mädchen"

    Und natürlich "Schatz halts Maul"

  • Bundesvision Songcontest

    Er hat sich mal wieder gejährt - der von Stefan Raab ins Leben gerufene Bundesvision Songcontest. Und auch diesmal waren wieder alle Bundesländern mit tollen Sachen aber auch mit eher gewöhnungsbedürftigen Songs vertreten. Es gab eine bunte Mischung aus Gitarrenpop-Metal-Elektro-Mundart-trallala. Einige Songs zielten deutlich auf den Massengeschmack ab während andere einfach die Chance sahen, sich und die eigene Musik vorzustellen. Hier haben vor allem das Saarland und Schleswig-Holstein beim Waldkind gepunktet. Durchgefallen allerdings ist der Beitrag von Niedersachsen - die deutlich erkennbare Mischung aus Mando Diao und Rooney hat beim kleinen Waldkind nur Kopfschütteln verursacht - zu nah war doch der Beitrag an die bekannten Bands angelehnt.

    Der andere Kritikpunkt ist die Zusammenstellung bzw. die Auswahl der Vertreter. Hier werden Charts- und Mainstreamerprobte Künstler (Peter Fox, Cassandra Steen - die Neuchartlinge von Polarkreis 18 mal ausgenommen) in Konkurrenz zu lokalen und noch zu entdeckenden musikalischen Leckerbissen gestellt. Da ist eigentlich klar, wer die vorderen Plätze unter sich ausmacht. Das gleiche gilt für Bands mit langjähriger Bühnenerfahrung und größer Fanbasis (wenn diese auch mühsam erarbeitet wurde). Deutschlandweit unbekannte aber regional beliebte Künstler können nur auf die Treue der Landesfans setzen, was sich aber in diesem Jahr als sehr wackeligen Unterbau herausgestellt hat - denkt man da die vielen Ländervertreter die sich im eigenen Bundesland dem Mainstream geschlagen geben mussten.

    Dennoch eine gelungene Angelegenheit, bei der man auch gerne mal einen musikalischen Seitenblick zu seinen mittel- und unmittelbaren Nachbarn werfen kann und sollte. Das kleine Waldkind hat auf jeden Fall einige neue Bands, die es nun musiklisch beobachten wird. Außerdem ist das Heimatbundesland nicht aus der Rolle gefallen und hat dem thüringischen Beitrag natürlich 12 Punkte eingebracht. Der 6. Platz ist top und auch nur mehr Platz 2 der ewigen BuViSoCo Charts hochverdient.

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